Was ist eigentlich mein Problem?!

23.05.2018

Was ist eigentlich mein Problem?!

 

Viele Menschen, die Probleme mit den Themen Essen und Gewicht haben, jedoch an keiner „klassischen“ Essstörung wie Magersucht oder Bulimie leiden, fragen sich häufig, warum sie von dem Gedanken an das Essen nicht loskommen.

 

Oft ist es so, dass es den Betroffenen nach außen hin gut zu gehen scheint, viele von ihnen sind gesund, haben eine gute Beziehung/eine liebevolle Familie/nette Freunde und müssen sich um finanzielle Dinge keine Sorgen machen.

 

Da kann es leicht geschehen, dass die Essproblematik als „Luxus-Problem“ abgetan wird, ganz nach dem Motto: „Es ist doch eigentlich alles in Ordnung, warum beschäftigt mich dieses Thema nur so sehr? Mir geht es doch ansonsten gut, warum stelle ich mich in dieser Beziehung so an?“.

 

Auch das Umfeld spielt eine entscheidende Rolle: Wenn man hier zu wenig Unterstützung erfährt, sich nicht ernst genommen fühlt oder auch auf Unverständnis stößt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese Menschen noch mehr an sich zweifeln und Schwierigkeiten haben, ihre eigene Not ernst genug zu nehmen.

 

Ein ganz entscheidender Faktor ist hierbei jedoch immer der Leidensdruck: Wenn ein Mensch unter seinem derzeitigen Essverhalten leidet, es ihm alleine nicht gelingt, aus diesem Gedankenkarussell auszusteigen und sich aus dem Essenskreislauf (Essen – schlechtes Gewissen – Wut/Resignation – erneutes Essen) zu befreien, handelt es sich um ein ernsthaftes Problem, das Respekt und Zuwendung verdient.

 

Hierbei ist es unerheblich, ob die betroffene Person über-/unter- oder normalgewichtig ist.

 

Nur weil ein Mensch nicht an einer „anerkannten“ Essstörung leidet, heißt das nicht, dass sein Problem nicht ernst ist und der therapeutischen Hilfe bedarf.

 

Denn wenn die Situation tatsächlich so belanglos wäre, wie Betroffene sich oft einzureden versuchen bzw. vom Umfeld suggeriert bekommen, warum lässt sie sich dann nicht durch scheinbar einfache Maßnahmen wie eine Diät, eine Ernährungsumstellung oder Sport beheben?

 

Die Antwort: Weil es um tieferliegende Beweggründe geht, die allein mit Disziplin oder irgendeiner Art von Programm nicht bearbeitet und aufgelöst werden können.

 

Oder anders gesagt: Es gibt gute Gründe für das, was Sie tun.

 

Im therapeutischen Rahmen ist ein ganz anderer Blick auf sich selbst und all die Facetten möglich, die uns zu dem Menschen machen, der wir sind. Mit unserem derzeitigen Essverhalten und allem, was das dahintersteht.

 

Diese „Forschungsreise“ kann sehr lohnend sein und dazu beitragen, dass alte Verhaltensmuster, die uns heute nicht mehr von Nutzen sind, Schritt für Schritt erkannt und aufgelöst bzw. in andere, für die Betroffenen positive Bahnen umgelenkt werden können.

 

Wenn Sie nicht mehr so weitermachen möchten wie bisher, möchte ich Ihnen ans Herz legen, sich auf den Weg zu machen und wieder zu einem entspannten Verhältnis zum Essen zurückzufinden.

 

Herzlichst

 

Ihre Vivien Vogt

 

© 2018

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Aktuelle Einträge
Please reload

Archiv
Please reload

Folgen Sie mir!
  • Facebook Basic Square

Praxis

Fürstenfeldbrucker Str. 9

82287 Jesenwang (bei München)

Telefon

08146/9979198

© 2016

Vivien Vogt

Erstellt mit Wix.com