„Was soll ich bloß machen?!“ - Beratung und Hilfe für Angehörige

 

Eine psychische Erkrankung ist nicht nur für die Betroffenen selbst eine Belastung, auch das soziale Umfeld, etwa Familie, Angehörige, Kollegen, Lehrer usw., sieht sich häufig einer großen Herausforderung gegenüber.

 

Was kann man tun, um zu helfen? Welche Konsequenzen hat das Problem für jeden Einzelnen? Welche Veränderungen gehen damit einher?

 

Auch die Schuldfrage sowie die so genannte Co-Abhängigkeit spielen in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle, denn häufig ist es so, dass sich die Menschen aus dem Umfeld des Betroffenen fragen, ob sie die Erkrankung hätten verhindern können, ob sie etwas übersehen oder nicht rechtzeitig reagiert haben.

 

Co-Abhängige (etwa eines Alkoholabhängigen) versuchen zu schützen, zu rechtfertigen, zu erklären und oft auch zu vertuschen. Sie nehmen große Mühen auf sich, die Alltagsfassade aufrecht zu erhalten, und verlieren dabei nicht selten ihre eigenen Bedürfnisse aus den Augen.

 

Paradoxerweise kann sich bei einem Co-Abhängigen eines Betroffenen, der beispielsweise seinen Medikamentenkonsum nicht mehr unter Kontrolle hat, ebenfalls eine Medikamentenabhängigkeit entwickeln – etwa, weil alle „Rettungsversuche“ gescheitert sind und die Grenzen der Belastbarkeit erreicht wurden.

 

Auch hier herrscht große Not und es ist angezeigt, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man aus eigener Kraft nicht mehr weiterkommt.

 

Immer wieder spreche ich mit Müttern/Eltern, deren Kind von einer Essstörung betroffen ist. Sie fühlen sich überfordert und ratlos, sind verzweifelt oder wütend.

In solchen Fällen – wie auch in allen anderen Fällen, in denen eine psychische Erkrankung oder andere ernsthafte Störung vorliegt - kann es sehr hilfreich und erleichternd sein, einen objektiven Dritten (etwas einen Therapeuten) mit ins Boot zu holen. Wenn die Suchtstruktur sehr tief ist, ist es den Betroffenen und ihren Angehörigen oft nicht möglich, das Problem ohne Hilfe von außen in den Griff zu bekommen.

 

Zudem verwehren sich viele Abhängige/psychisch Kranke/Essgestörte jeglichen Bitten oder Hilfsangeboten aus ihrem Umfeld, da sie sich nicht eingestehen können, dass tatsächlich ein ernsthaftes Problem vorliegt.

 

Sich an einen „Fremden“ zu wenden, der mit der Thematik vertraut ist, kann hier oft die Lösung sein. Der Therapeut ist nicht in die Dynamik innerhalb der Familie verstrickt, kann neutral von außen auf die Situation schauen, ist Anlaufstelle für Dinge, die die Betroffenen keinem anderen anvertrauen können/möchten und kann so zur Entlastung aller Beteiligten beitragen.

Auf diese Weise gibt es wieder Perspektiven für einen Weg aus der Sucht/Störung.

 

Wenn es also in Ihrem Umfeld jemanden gibt, der mit einem psychischen Problem zu kämpfen hat – egal, ob es sich um Depressionen, eine Suchtstörung oder eine Form von Abhängigkeit handelt – möchte ich Ihnen in dieser schweren Situation gerne beratend und stützend zu Seite stehen. 

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Vivien Vogt

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